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Datei Icon Aktuelle S1-Leitlinie zur Sportmedizinischen VorsorgeuntersuchungHOT!
12.03.2009
© DGSP (2007)
Ziel der sportärztlichen Vorsorgeuntersuchung
Die sportärztliche Vorsorgeuntersuchung im Sinne einer Gesundheitsuntersuchung dient der Erkennung latenter oder bereits vorhandener Krankheiten, die eine Gefährdung darstellen können.
Die Vorsorgeuntersuchung soll gesundheitliche Risiken mindern oder vermeiden helfen und eine optimale Ausübung von Sport und körperlicher Aktivität für jeden Sporttreibenden ermöglichen.
Bei unauffälligem Ergebnis der Vorsorgeuntersuchung ist das gesundheitliche Risiko vermindert, wenngleich eine absolute Sicherheit nicht gegeben ist (Corrado 2005, Maron 2001, elise 2005, Glover 1998, Pfister 2000, Corrado 2006). Kardiovaskuläre Risikofaktoren werden durch einen Anamnesebogen (Anlage 2) teilweise erfasst. Eine weitere Risikoabschätzung ist der Risiko-Score-Bögen möglich (Risiko-Score nach Framingham, Carrisma, Procam, ESCScore etc).
 
Eine Information über die Inhalte ist über dgsp@dgsp.de oder www.dgsp.de erhältlich.

Risiken durch körperliche Aktivität und Sport bei Sporttreibenden besteht vor allem bei Neu- und Wiedereinsteigern sowie älteren Personen ein erhöhtes Risiko im Bereich Herz, Kreislauf und Bewegungsapparat (Mittleman 1993, Siscovick1984,NIH Konsensus 1996, Pollock 2000, Marti 1998, Priori 2001,Löllgen 2006). Bei Personen mit nicht erkannten Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems ist das Risiko für einen Leitlinie Vorsorgeuntersuchung im Sport kardialen Zwischenfall bei intensiver sportlicher Betätigung erhöht. Dies gilt insbesondere zu Beginn eines intensiven körperlichen Trainings. Ein intensiver Beginn sportlicher Aktivitäten kann auch zu Verletzungen oder Schäden am Bewegungsapparat führen.
 
Die sorgfältige klinische Untersuchung dient als Grundlage der Beurteilung der sportlichen Belastbarkeit eines jeden Sporttreibenden, um Verletzungen des Bewegungsapparates zu vermeiden, sowie die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Es gilt, Fehlanlagen insbesondere im Bereich der Wirbelsäule, aber auch Präarthrosen der peripheren Gelenke zuerkennen. Aufgrund ihrer Spätfolgen ist aber die Eignung für bestimmte Sportarten kritisch zu bewerten. Auch Muskelschwächen und Verkürzungen können langfristig Beschwerden und Funktionsstörungen der Gelenke und der Wirbelsäule zum Teil mit strukturellen Schädigungen verursachen.

Die ausgeübte Sportart ist zu berücksichtigen, da entsprechende Verkürzungen nicht nur Folge,
sondern auch Voraussetzung für die erfolgreiche Ausübung einer Sportart sein können.

Inhalte der Vorsorgeuntersuchung

Die sportärztlich qualifizierte, gesundheitsorientierte Vorsorgeuntersuchung umfasst internistische
und orthopädische Untersuchungsinhalte. Diese sind im Teil II als Erhebungsbögen aufgeführt.
Sportart-spezifische Hinweise finden sich im Teil III, (Anhang mit Erläuterungen). Die Vorsorgeuntersuchung bezieht sich auf Personen, die Sport im Rahmen gesundheitlicher Aspekte betreiben, auf Freizeit- und Breitensportler, aber auch auf ambitionierte Breiten- und Leistungssportler.

In einem weiteren Schritt kann dem Sporttreibenden eine Belastungsuntersuchung angeboten
werden. Daraus kann die Belastbarkeit und Beanspruchung ermittelt und eine Trainingsberatung
abgeleitet werden.
 
Quelle: S1-Richtlinie der DGSP  -  © DGSP (2007)
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