|
Wozu sportärztliche Vorsorgeuntersuchung? |
|
|
|
|
Die sportärztliche Vorsorgeuntersuchung im Sinne einer Gesundheitsuntersuchung dient der Erkennung drohender oder bereits vorhandener Krankheiten, die eine Gefährdung darstellen können. Die Vorsorgeuntersuchung soll gesundheitliche Risiken mindern oder vermeiden helfen und eine optimale Ausübung von Sport und körperlicher Aktivität für jeden Sporttreibenden ermöglichen.
Bei unauffälligem Ergebnis der Vorsorgeuntersuchung ist das gesundheitliche Risiko vermindert, wenngleich eine absolute Sicherheit nicht gegeben ist. Herz-Kreislauf-Risikofaktoren werden durch einen Gesundheitsfragebogen teilweise erfasst. Eine weitere Risikoabschätzung ist über Risiko-Score-Bögen möglich (Risiko-Score nach Framingham, Carrisma, Procam, ESC-Score etc).
Die sportärztlich qualifizierte, gesundheitsorientierte Vorsorgeuntersuchung umfasst internistische und orthopädische Untersuchungsinhalte mit Erhebungsbögen und mit sportartspezifischen Hinweisen. Die Vorsorgeuntersuchung bezieht sich auf Personen, die Sport im Rahmen gesundheitlicher Aspekte betreiben, auf Freizeit- und Breitensportler, aber auch auf ambitionierte Breiten- und Leistungssportler. In einem weiteren Schritt kann dem Sporttreibenden eine Belastungsuntersuchung angeboten werden. Daraus kann die Belastbarkeit und Beanspruchung ermittelt und eine Trainingsberatung abgeleitet werden.
Die zu untersuchenden Personen sind Neu- und Wiedereinsteiger im Bereich Freizeit- und Breitensport jeden Alters (vom Kind bis zu Senioren), ambitionierte Freizeitsportler wie auch Leistungssportler, allerdings gelten für Kaderathleten und Wettkampfsportler gesonderte und weitergehende Empfehlungen.
Die folgenden Empfehlungen zur Vorsorgeuntersuchung im Sport beruhen auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand (2007). Sie sollten bei allen Personen im Rahmen einer sportärztlichen Vorsorgeuntersuchung eingesetzt werden. Die Datenlage ist bei weiteren Personengruppen, so z.B. adipöse Personen mit einem BMI von mehr als 30 kg/m2, noch nicht ausreichend abgesichert, es gelten aber hier die gleichen Empfehlungen.
Für Kinder und Jugendliche gelten speziell die Empfehlungen der Sektion Kinder- und Jugendsport der DGSP gemeinsam mit der Gesellschaft für pädiatrische Sportmedizin. Für Nachuntersuchungen oder Wiederholungsuntersuchungen wird empfohlen:
- Personen unter 35 Jahren: alle 2 – 3 Jahre,
- Personen über 35 Jahren sowie mit mehr als einem Risikofaktor oder Auffälligkeiten bei der Untersuchung: jährlich bis alle 2 Jahre. Diese Empfehlung ist allerdings nicht evidenzbasiert.
Die Empfehlung nach der Untersuchung lautet:
| Sportgesund ohne Einschränkung |
|
Sportgesund mit Einschränkung
|
weitere fachärztliche Abklärung mit Angabe des Gebietes bzw. sportgesunde nur für bestimmte Sportarten |
| Nicht sportgesund |
weitere Abklärung erforderlich. |
Einen Überblick zur sportärztlichen Untersuchung finden Sie unter Tabellarische Untersuchungsempfehlungen
|